Lidrandentzündung

Unter einer Lidrandentzündung (Blepharitis) versteht man eine chronisch verlaufende Entzündung der Lidränder. Sie führt zu einer Rötung der Lider mit Fremdkörpergefühl, Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit. Ursache ist eine Störung der im Lidbereich mündenden Drüsen, die für die Produktion des fettigen Anteils des Tränenfilms verantwortlich sind. Sekret staut sich an und wird von Bakterien besiedelt. Dies führt zu Krustenbildung und manchmal sogar zur Entstehung eines Gerstenkorns.

VORSICHT! Die Lidrandentzündung kann auf das Auge übergreifen und dort Hornhautentzündungen mit Narbenbildung hervorrufen, die zu bleibender Sehverschlechterung führen können.

Wie wird eine Lidrandentzündung behandelt?

Wegen des chronischen Verlaufes ist eine beständig fortzuführende Lidrandhygiene erforderlich. Diese können Sie am besten täglich, mindestens jedoch zweimal wöchentlich, wie folgt durchführen:

Füllen Sie ein kleines Glas mit lauwarmem Wasser und fügen Sie einen Tropfen Baby-Haarshampoo (augenverträgliche Lösung der Fettbeläge) hinzu. Tauchen sie ein Wattestäbchen in die Lösung und fahren damit vorsichtig an Ihrer Lidkante, dort wo die Wimpern stehen, entlang. Da das Auge nicht berührt werden soll, muss das Oberlid nach oben und das Unterlid anschließend nach unten gezogen werden. Zusätzlich verordnen wir Ihnen Augensalben oder -tropfen, die die Bakterien im Lidbereich bekämpfen und die Entzündung zum Abklingen bringen.

Leider kann diese Erkrankung nicht immer vollständig geheilt werden. Rückfälle treten oft immer wieder auf. Nur durch Geduld, regelmäßige Lidrandhygiene auch in beschwerdefreien Zeiten und zwischenzeitlich erfolgende Anwendung von Augentropfen und Salben kann man die Beschwerden erträglich gestalten.