Kosmetische Lidstraffung

Was ist ein „Schlupflid“?

Durch Elastizitätsverlust der Haut im Bereich der Augenlider entsteht eine manchmal bis über die Wimpern überhängende Hautfalte. Durch eingelagerte Gewebsflüssigkeit entsteht ein Schweregefühl der Augenlider. Kosmetisch störend werden dabei die Augenkontur und die Wimpernreihe verdeckt.

Was ist eine kosmetische Lidoperation?

Es handelt sich hierbei um eine Entfernung des Überschusses an Haut und Unterhautfettgewebe.
Muskel- und Bindegewebsschichten, die zur Sicherung der Lidfunktion unentbehrlich sind, werden dabei überhaupt nicht beeinträchtigt, so dass bei dieser Operation weder ein Höhertreten der Lidkante noch ein hängendes Oberlid oder ein fehlender Lidschluss zu erwarten sind.

Vorgehen bei der Operation

Bei der Augenuntersuchung wird festgestellt, ob eine kosmetische Lidstraffung sinnvoll erscheint.
Es geht hierbei nicht um eine Glättung der gesamten Augenregion, sondern um eine ausgewogene Anpassung der Augenlider an den bestehenden Aspekt des ganzen Gesichtes.
Vor dem Eingriff wird der zu entfernende Bereich individuell genauestens markiert und die später entstehende Lidfurche bezüglich ihres Abstandes zur Lidkante so festgelegt, dass das kosmetische Ergebnis später optimal und symmetrisch werden kann.

Eine feine Betäubungsspritze wird unter die Oberlidhaut gegeben. Das verursacht kurzzeitig ein leichtes Stechen und Brennen. Der Rest des Eingriffes ist dann nicht mehr schmerzhaft.

Geschnitten wird mit moderner minimalinvasiver Radiofrequenztechnik (Ellman Surgitron), wobei ein sehr gewebsschonender Hautschnitt unter gleichzeitiger Blutstillung erfolgt.

Eine feine Naht verhindert bis zur Entfernung derselben nach etwa 7 Tagen ein Verschieben der Hautlappen. Der Augenverband kann bereits am nächsten Tag entfernt werden. Wegen des Verbandes empfiehlt sich die Durchführung der Operation der anderen Seite an einem anderen Tag.

Risiken und Nebenwirkungen

Ein etwas blutunterlaufendes Auge (wie ein „Veilchen“) für etwa eine Woche ist fast immer zu erwarten und für die Heilung nicht ungünstig. Es entsteht durch Nachsickern von Blut aus feinen Hautgefäßen in das lockere Gewebe.

Eine leichte Hautschwellung ist auch normal und geht nach einiger Zeit von selbst wieder weg. Trotz genauester Ausmessung kann durch unterschiedliche Heilungsvorgänge ein unsymmetrischer Befund entstehen, der eine nachträgliche Korrektur auf einer Seite erforderlich machen kann.
Im Bereich der Hautnaht kann eine feine Narbe zurückbleiben, die aber durch eine adäquate Nachbehandlung fast immer verschwindet und bei geöffnetem Auge sowieso in der Lidfurche verläuft und somit unsichtbar ist.

Wichtig ist, dass ggf. blutverdünnende Medikamente vorher nach Rücksprache mit dem Hausarzt weggelassen werden, weil es sonst zu Nachbluten mit Beeinträchtigung des Ergebnisses kommen würde! Wenn ein Herzschrittmacher vorhanden ist, muss das Operationsverfahren gering verändert werden.

Einen Kostenvoranschlag nach der geltenden Gebührenordnung für Ärzte und weitere
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